Pressemeldung 10/2012 Landessozialgericht RP

Auf Vorschlag von Justizminister Jochen Hartloff hat Ministerpräsident Kurt Beck den bisherigen Richter am Landessozialgericht Matthias Willersinn zum Vorsitzenden Richter am Landessozialgericht ernannt. Der Präsident des Landessozialgerichts Ernst Merz überreichte heute im Rahmen einer Feierstunde die Urkunde. Für das neue Amt wünschte er, auch im Namen des Ministerpräsidenten und des Justizministers, alles Gute und viel Erfolg.

Der 1961 geborene Matthias Willersinn studierte in Heidelberg Rechtswissenschaften und absolvierte anschließend in Baden-Württemberg sein Referendariat. Nachdem er seine juristische Laufbahn 1990 bei der damaligen Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz (heute: Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz) begonnen hatte, trat er im April 1991 in den rheinland-pfälzischen Justizdienst ein. Dort war er als Richter zunächst für ein Jahr am Sozialgericht Koblenz tätig und wechselte dann zum Sozialgericht Speyer. Nach einer Abordnung an das Landessozialgericht im Jahr 2001 wurde er im Januar 2005 zum Richter am Landessozialgericht befördert. Hier war er als Mitglied des 1. Senats zuständig für Verfahren aus dem Aufgabengebiet der Bundesagentur für Arbeit sowie für Verfahren der Sozialhilfe. Daneben war er als Präsidialrichter in die Gerichtsverwaltung eingebunden. Herr Willersinn ist seit vielen Jahren Lehrbeauftragter an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer und Mitautor eines Kommentars zum Recht der Arbeitsförderung.

"Aufgrund seiner großen Berufserfahrung, seiner hohen fachlichen Kompetenz und seiner guten Führungsqualitäten ist Herr Willersinn bestens für die Tätigkeit eines Senatsvorsitzenden geeignet", betonte Präsident Merz bei der Übergabe der Urkunde. Herr Willersinn übernimmt den Vorsitz des 6. Senats des Landessozialgerichts, der über Streitigkeiten aus den Bereichen der Grundsicherung für Arbeitsuchende ("Hartz IV"), der gesetzlichen Rentenversicherung und des Schwerbehindertenrechts entscheidet.